zurück zur Startseite  
 

 

SCHULPROGRAMM

GEMEINSCHAFTSGRUNDSCHULE

KELZ-MÜDDERSHEIM

 

 

Stand: 11.09.2011

 

 

 

 

Leitbild

  

Wichtigste Grundlage bei der Umsetzung des Schulprogramms ist die liebevolle Zuwendung aller zu den Kindern, die im Mittelpunkt allen Bemühens stehen. Lehrer und Eltern begleiten das Kind bei seinem Aufbruch ins Ungewisse, bei seinem Weg durch die Schule in das Leben mit Menschlichkeit, Ermutigung und Tolerenz. Das Kind hat Anspruch  auf individuelle ganzheitliche Förderung entsprechend seiner Bedürfnislage, seiner Fähigkeit und seiner Interessen. Kinder sollen zu sozialer Verantwortung und sozialem Handeln erzogen werden. Ihre Kreativität und ihre Freude am Lernen soll erhalten und gefördert werden. Im Hinblick auf eine sich wandelnde Zukunftsperspektive muss bereits in der Grundschule Wert darauf gelegt werden, dass Kinder lernen zu lernen im Sinne eines lebenslangen Lernens.

 

 

 

Das Schulprogramm versteht sich

zum einen als Ist-Standbeschreibung zum angegebenen Zeitpunkt,

zum anderen als Ausblick auf die Schwerpunktarbeit der kommenden Schuljahre.

 

 

Die bereits in Angriff genommenen und in die schulische Praxis integrierten Teilbereiche des Schulprogramms sollen kontinuierlich fortgeführt und weiterentwickelt werden. Somit versteht sich das Schulprogramm nicht als statische und unveränderliche Zustandsbeschreibung, sondern als offener, dynamischer Prozess. Die erreichten und die als Schwerpunkt gesetzten Ziele werden in regelmäßigen Intervallen evaluiert und entsprechend modifiziert. So ist nicht auszuschließen, dass sich in Zukunft völlig neue und zur Zeit noch nicht absehbare Aspekte für die Fortschreibung des Schulprogramms ergeben können.

 

---------------------------------------------

 

Die im folgenden aufgeführten Teilbereiche des Schulprogramms sind nicht als unabhängig voneinander und isoliert zu sehende Einzelaspekte zu werten, sondern als Beziehungsgeflecht der schulischen Bemühungen, um sich in ganzheitlicher Vorgehensweise den oben genannten Zielen zu nähern und sie zu verwirklichen.

 

Arbeit am pädagogisch - didaktischen Konzept

 

Der Arbeit am pädagogisch-didaktischen Konzept der Schule liegen folgende grundsätzliche Überlegungen und Forderungen zugrunde:

Kinder lernen kreativ, ganzheitlich und mit allen Sinnen. Durch ganzheitliche Förderung und Motivation soll ihre Lernfreude und Fähigkeit, Bilder zu machen, erhalten werden. Erziehung zu Toleranz und sozialer Verantwortung werden als wichtige Erziehungsziele gesehen.

Zur Verwirklichung dieser Ziele sollen die nachfolgenden Gesichtspunkte eine Rolle spielen.

 

Offene Unterrichtsformen sollen verstärkt zum Einsatz kommen. In jeder Klasse sollen einzelne der u.a. Formen offener Arbeit regelmäßig durchgeführt werden. Umfang und Häufigkeit werden in den Stufen- und Fachkonferenzen festgelegt. Materialien werden gemeinsam erarbeitet.

         - Freiarbeit

         - Tages- und Wochenplanarbeit

         - Stationenlernen

         - Lernwerkstatt

         - Werkstattunterricht

         - Projekttage und -wochen

 

Klassenlehrerprinzip: Eine Klasse behält, wenn keine äußeren Gründe dagegen stehen, ihre(n) KlassenlehrerIn während der Klassen 3 und 4. Die Klassen 1 und 2 werden ab dem Schuljahr 2005/06 gemäß der rechtlichen Vorgaben als jahrgangsbezogene „Flexible Schuleingangsphase“ geführt. Fachlehrersystem bleibt auf das notwendigste beschränkt (z.B. Religion, Sport). Erst in Klasse 4 kommt es zu verstärktem Einsatz von „FachlehrerInnen“, vor allem auch im Hinblick auf die Praxis der weiterführenden Schule.

Rhythmisierung des Unterrichts: Nicht das 45-Minuten-Maß der Stundentafel, sondern der Lernrhythmus der Kinder ist Maßstab für den Wechsel von Fachbereichen und Arbeitsmitteln. Unterrichtsformen werden alternierend eingesetzt, dass Kinder ganzheitlich gefordert und gefördert werden können.

Klassenraumgestaltung: Jede Klasse schmückt ihren Raum mit den von ihnen erstellten Arbeiten. Lehr- und Lernmittel stehen als Angebote für die Kinder bereit und können vor allem im Bereich der offenen Unterrichtsformen von den Kindern abgerufen werden.

Gemeinsamer Unterricht:  Ziel ist die Integration von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Unterricht der Grundschule, wenn dem nicht zwingende Gründe widersprechen. Kinder die nach entsprechendem Gutachten gemäß AO-SF am Gemeinsamen Unterricht teilnehmen sollen, müssen aber die GGS Vettweiß (Mittelpunktsschule) besuchen.

Leistungsbewertung: Kriterienkatalog zur Beobachtung und Bewertung von Schülerleistungen sind von den LeherInnen entwickelt worden und dienen der kontinuierlichen Beobachtung von Schülerleistungen, um möglichst genaue Aussagen zum Lernverhalten und zur Leistungsstärke machen zu können.

Die Noten in Klasse 3 werden beibehalten.

 

 

 

 

 

 

 

Die Erziehungsvereinbarung der Regenbogenschule

 

  Gemeinschaftsgrundschule Kelz-Müddersheim

 

 

Erziehungsvereinbarung

zwischen

Kindern, Eltern und Lehrerinnen/Lehrern

der Gemeinschaftsgrundschule Kelz-Müddersheim

 

Auszug aus der Verfassung für das Land Nordrhein-Westfalen, Artikel 7:

 

Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor der Würde des Menschen und die Bereitschaft zum sozialen Handeln zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erziehung.

Die Jugend soll erzogen werden im Geist der Menschlichkeit, der Demokratie und der Freiheit, zur Duldsamkeit und zur Achtung vor der Überzeugung des anderen, zur Verantwortung  für die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen, in Liebe zu Volk und Heimat, zur Völkergemeinschaft und Friedensgesinnung.

Leitgedanke der GGS Kelz-Müddersheim

 

Wichtigste Grundlage bei der Umsetzung des Schulprogramms ist die liebevolle Zuwendung aller zu den Kindern, die im Mittelpunkt allen Bemühens stehen. Lehrer und Eltern begleiten das Kind bei seinem Aufbruch ins Ungewisse, bei seinem Weg durch die Schule in das Leben mit Menschlichkeit, Ermutigung und Tolerenz. Das Kind hat Anspruch  auf individuelle ganzheitliche Förderung entsprechend seiner Bedürfnislage, seiner Fähigkeit und seiner Interessen. Kinder sollen zu sozialer Verantwortung und sozialem Handeln erzogen werden. Ihre Kreativität und ihre Freude am Lernen soll erhalten und gefördert werden. Im Hinblick auf eine sich wandelnde Zukunftsperspektive muss bereits in der Grundschule Wert darauf gelegt werden, dass Kinder lernen zu lernen im Sinne eines lebenslangen Lernens.

 

Wir verpflichten uns als Lehrerinnen/Lehrer:

 

v  die Kinder dazu anzuleiten, grundlegende Werte im täglichen Miteinander umzusetzen sowie Hilfsbereitschaft und soziales Verhalten zu fördern,

v      zu helfen, die Kinder das Lernen zu lehren,

v      den Kindern gewaltfreie Konfliktlösungen zu bieten.

v      einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur zu vermitteln,

v      jede Weltanschauung zu akzeptieren und zu tolerieren, die in ihrem

Grundsatz dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland nicht widerspricht,

v      respektvoll und fair mit den Schülern umzugehen,

v      Konsequenz und Wärme zu zeigen,

v      den Unterricht gut vorzubereiten und ansprechend zu gestalten,

v      Schülerleistungen vorurteilsfrei und durchschaubar zu bewerten,

v      sinnvolle Hausaufgaben aufzugeben, die das Kind in der Regel selbst-

ständig in einer angemessenen Zeit erledigen kann,

v      auf Informationsfluss zwischen Schule und Elternhaus (z.B. Elternbriefe und Hausaufgabenheft) zu achten,

v      bei Eltern bei unentschuldigtem Fehlen nachzufragen,

v      bei Problemen das Gespräch mit allen Beteiligten zu suchen und auch außerschulische Hilfen anzubieten,

v      unsere Mitarbeit bei Aktivitäten anzubieten, die über den Unterricht hinausgehen,

v      unsere Aufsichts- und Vertretungszeiten pflichtgemäß zu erfüllen.

 

Wir versprechen als Kinder,

 

v      alle Regeln, die im Haus, auf dem Hof, im Bus und in der Lerngruppe gelten, einzuhalten und Anordungen der Lehrerinnen/Lehrer, des Hausmeisters und des Busfahrers bezüglich dieser Regeln einzuhalten und zu befolgen,

v      sämtliche Unterrichtsmaterialien (auch Sport- und Schwimmsachen) in einem ordentlichen Zustand mitzubringen und sauber zu halten,

v      Hausaufgaben und Aufgaben in der Klasse zuverlässig zu erledigen,

v      Mitteilungen an die Eltern sofort abzugeben,

v      aufmerksam dem gesamten Unterricht zu folgen und mitzuarbeiten,

v      friedlich miteinander umzugehen,

v      andere nicht mit Schimpfwörtern zu beleidigen und sie nicht auszulachen,

v      höflich, freundlich und hilfsbereit mit allen in der Schule umzugehen,

v      mitzuhelfen, dass alles sauber und ordentlich bleibt, auch in den Toiletten,

v      das Eigentum anderer zu achten und nichts zu beschädigen und zu zerstören.

 

Wir wissen, dass wir bei Problemen jederzeit Hilfe bei den Lehrern bekommen.

 

Wir verpflichten uns als Eltern,

v      Interesse für die schulische Entwicklung unseres Kindes zu zeigen, sie zu unterstützen und Zeit für sie zu haben,

v      unser Kind anzuhalten, Gewalt zu vermeiden (hier sind die Eltern Vorbild!)

v      für die Lehrerinnen und Lehrer erreichbar zu sein und Gesprächsangebote der Schule (Pflegschaften, Sprechtage, Mitteilungen im Hausaufgabenheft) wahrzunehmen und davon Gebrauch zu machen,

v      bei Verstößen unseres Kindes gegen die abgesprochenen Vereinbarungen gemeinsam mit der Schule Lösungen zu finden,

v      unser Kind bei Fehlen vor Unterrichtsbeginn zu entschuldigen (Telefon der Schulen: Kelz: 02424-901137 und Müddersheim: 02424-901134),

v      unser Kind pünktlich und ausgeschlafen zur Schule zu schicken,

v      wenn unser Kind zur Schule gefahren wird, uns an die abgesprochenen Regeln und an die Straßenverkehrsordnung (Anliegerzone, Halteverbot an der Bushaltestelle) zu halten,

v      unserem Kind ein ausgewogenes Frühstück mitzugeben,

v      für die vollständige Bereitstellung der Arbeitsmaterialien sowie Sport- und Schwimmkleidung und den pfleglichen Umgang damit zu sorgen (schuleigene neue Bücher ersetzen die Eltern bei selbstverschuldeter Beschädigung),

v      täglich in das Hausaufgabenheft unseres Kindes zu schauen (Mitteilungen der Schule an die Eltern und umgekehrt),

v      darauf zu achten, dass die Hausaufgaben vollständig und ordentlich erledigt werden,

v      die Kinder zur Selbstständigkeit anzuleiten (An- und Ausziehen, Schuhe schnüren, Ordnung im Schulranzen, Sauberkeit …).

 

 

Wir erkennen die vorgenannten Pflichten an.

GGS Kelz-Müddersheim, den ____________________

 

______________________  ________________________  ________________________

      Klassenlehrer(in)                                            Schüler(in)                                              Eltern

 

 

Elternarbeit und Informationen

 

Die Eltern der Kinder, die zum 01.08.2004 ihr Schulleben begannen, wurden bei einem Elternabend im März 2004 (vor den Osterferien) über die Änderungen der Flexiblen Schuleingansphase umfassend informiert. Die besonderen Förderperspektiven und die Vernetzung der Fördermöglichkeiten von Kindergarten und Grundschule wurden aufgezeigt. Um möglichen Ängsten und Befürchtungen begegnen zu können, werden bei einem zweiten Elternabend nach den Osterferien häufig gestellte Fragen beantwortet und die Fördermöglichkeiten erneut erläutert. Bei einem dritten Elternabend unmittelbar vor den Sommerferien, werden organisatorische Fragen im Zusammenhang mit der Einschulung geklärt.

 

Für die Kinder, die zum 01.08.2005 eingeschult werden, wird im Juni ein Elternabend in Zusammenarbeit mit den Kindergärten angeboten, auf dem die Vernetzung der Fördermöglichkeiten von Kindergarten und Grundschule aufgezeigt werden. Ebenfalls werden dort die Möglichkeiten der vorzeitigen Einschulung auf Antrag der Erziehungsberechtigten vorgestellt.

 

Die Informationen für die Eltern werden in den darauf folgenden Jahren im gleichen Turnus weitergeführt.

 

Für die Klassen 3 und 4, die als Jahrgangsklassen weitergeführt werden, ist ebenfalls ein Team von 3 KollegInnen zuständig. Jede Klasse soll nach Möglichkeit von einer Lehrerin / einem Lehrer zwei Jahre lang geführt werden.

 

Nach Auflösung der Schulkindergärten steht der GGS Müddersheim die Sozialpädagogin (ehemalige Schulkindergärtnerin) für die teilnahme am Unterricht nicht zur Verfügung. Sie kann im Bedarfsfall mit wenigen Stunden zur Beratung in Einzelfällen abgerufen werden.

 

Aufgrund der Einrichtung von Mittelpunktsschulen im Integrativen Unterricht behinderter und nichtbehinderter Kinder (GU) findet an der GGS Müddersheim auch kein GU mehr statt, d.h. es steht auch kein/e Sonderschulpädagoge/in zur Verfügung.

 

 

Konzept zur Gewaltprävention

 

Alle Erziehungsberechtigten, Kinder und Lehrer/innen schließen zu Beginn der Schulzeit eines Kindes eine Erziehungsvereinbarung, in der alle Beteiligten Verpflichtungen eingehen, die das Zusammenleben in Schule regeln. Die Erziehungsvereinbarung wird von allen Beteiligten unterschrieben. Die daraus entstehenden Verpflichtungen einzelner werden bei Bedarf eingefordert. Auf der Basis dieser Vereinbarung werden vom ersten Schuljahr an mit den Kindern Regeln aufgestellt und Vereinbarungen getroffen, mit Hilfe derer ein reibungsloses Zusammenleben aller Personen in der Schule gewährleistet werden soll.

 

Wenn Kinder aber trotz der bestehenden Regeln streiten und nicht in der Lage sind, ihren Streit allein, d.h. ohne fremde Hilfe beizulegen, werden sie durch Streitschlichter/innen angeleitet, eigenverantwortlich Wege zu begehen, die zur Versöhnung und zu friedfertigem Zusammenleben führen. Ab Klasse 3 werden Kinder darauf vorbereitet als Streitschlichter/in in der eigenen Klasse zu fungieren, Kinder in Klasse 4 sollen als Streitschlichter/in in der eigenen Klassenstufe, aber auch in Klasse 1 und 2 und, wenn erforderlich auch in Klasse 3 zum Einsatz kommen.

 

Streitschlichtung findet in einem abgeschiedenen Raum statt. Die Kontrahenten und der/die Streitschlichter/in sitzen zusammen und führen ein strukturiertes Streitschlichtungsgespräch, das in der Regel zu einem Vertrag zwischen den beiden Kontrahenten führt. Wenn es von beiden Kontrahenten gewünscht wird, kann eine Lehrperson bei dem Gespräch anwesend sein und, falls der/die Streitschlichter/in dies wünschen, verbale Hilfestellungen geben.

 

Die Struktur des Schlichtungsgesprächs (das „Programm“) muss allen Beteiligten zu Beginn des Gespräches bekannt sein und noch einmal in Erinnerung gerufen werden. Das Programm wird in dem Raum, in dem Streitschlichtungsgespräche stattfinden, ausgehängt.

 

Programm zur Streitschlichtung

  1. Der/die Streitschlichter/in ist absolut unparteiisch und achtet nur darauf, dass die Regeln des Streitschlichtungsgesprächs eingehalten werden.
  2. Beide Kontrahenten erzählen den strittigen Vorfall aus ihrer Sicht. Der/die Sprecherin darf nicht unterbrochen werden.
  3. Von beiden Seiten sind Nachfragen möglich.
  4. Beide Kontrahenten überlegen und sagen, was sie selbst zum Streit beigetragen haben.
  5. Beide Kontrahenten schreiben Lösungsvorschläge auf.
  6. Beide Kontrahenten suchen gemeinsam die beste Lösung heraus.
  7. Beide Kontrahenten schreiben auf, wer was wann tut, um den Streit beizulegen.
  8. Beide Kontrahenten unterschreiben den Vertrag.

 

Wenn sich herausstellt, dass trotz eines schriftlichen Vertrages der Streit weiter geführt wird oder ein neuer ähnlicher Streit zwischen den beiden Kontrahenten auftritt, wird das Streitschlichtungsgespräch wiederholt, diesmal aber mit einer Lehrperson als Schlichter/in. Wenn auch das nicht zum Erfolg führt, werden die Eltern in die Pflicht genommen, ihren Kindern durch geeignete pädagogische Maßnahmen Sinn und Zweck der Streitschlichtung zu verdeutlichen.

Wenn sich Kinder einem Streitschlichtungsgespräch verweigern und trotz geeigneter pädagogischer Maßnahmen nicht zur Teilnahme zu bewegen sind, werden die Eltern beider Kinder in den Prozess der Streitschlichtung mit einbezogen und begleiten ihr Kind in das Gespräch.

 

 

 

 

Förderkonzept

 

 

Besondere Bedeutung wird bei der Förderung der Kinder einer möglichst frühzeitigen Diagnostik des individuellen Förderbedarfs beigemessen. Die Bemühungen beginnen bereits bei der Anmeldung der Kinder:

Bei der Anmeldung der Schulneulinge wird neben der Erhebung der erforderlichen persönlichen Daten und der Sprachstandserhebung mit jedem Kind und dessen Erziehungsberechtigten ein Gespräch geführt, um auf diese Weise einen ersten Eindruck des Kindes zu erhalten. Dabei wird auf Emotionalität, Konzentration, Grob- und Feinmotorik und sprachliche Entwicklung besonders geachtet. Im Gespräch werden Denkleistung, sprachliche Sicherheit und Umgang mit Farben und Mengen beobachtet. Die Erziehungsberechtigten werden anhand des (erweiterten) Fragenkatalogs des „Kieler Einschulungsverfahrens“ befragt. Die Ergebnisse des Gesprächs werden protokolliert und bilden eine erste Grundlage bei der Erstellung der Förderpläne. Bereits an dieser Stelle werden die Eltern auf ihre besondere Rolle und Mithilfe bezüglich der Förderung ihrer Kinder hingewiesen, damit ihnen deutlich wird, wie wichtig eine kontinuierliche Kooperation von Elternhaus und Schule für die Entwicklung der Kinder ist.

Die Eltern der Schulneulinge werden bei der Anmeldung bereits gebeten, der Schule Einsicht in die Bildungsdokumentation der Kindergärten zu gewähren und Auskünfte in den Kindergärten einzuholen. Dies geschieht nur bei schriftlichem Einverständnis der Erziehungsberechtigten.

Die Ergebnisse der schulärztlichen Untersuchung werden sorgfältig analysiert.

Weitere Aufschlüsse über den Entwicklungsstand der Kinder werden im „Kieler Einschulungsspiel“ gewonnen, das mit allen Kindern in 5er- oder 6er- Gruppen ca. 3 Monate vor dem Einschulungstermin durchgeführt wird.

Aufgrund dieser o.a. Beobachtungen und der unterschiedlichen Vorerfahrungen in Mathematik und Lesekompetenz werden die ersten individuellen Förderpläne von den Klassenlehrern/innen aufgestellt.

 

Im Fach Deutsch werden in den Klassen 1 und 2 nach jedem Lernschritt des Lehrwerks Bausteine und in den Klassen 3 und 4 nach Abschluss des jeweiligen Unterrichtsthemas die dazu gehörigen Lernstandserhebungen durchgeführt und an Hand der Ergebnisse der jeweilige Förderbedarf  jedes einzelnen Kindes festgestellt. Außerdem werden zum Halbjahr und zum Ende eines jeden Schul-jahres die Kinder mit der Hamburger Schreibprobe (HSP1-4/5) des jeweiligen Jahrgangs getestet und mit dem entsprechenden Wortlisten-Trainingsprogramm (wtl 1-4) gefördert.

Im Fach Mathematik werden die Kinder nach jedem Lernschritt mit dem jeweiligen Test der „Welt der Zahl“ des jeweiligen Jahrgangs getestet. Entsprechend der Resultate werden die individuellen Förderpläne erstellt.

 

Bei Kindern mit Wahrnehmungsstörungen werden Beobachtungen zur Förderdiagnostik von Sally Backwinkel eingesetzt. Aus den Ergebnissen resultieren die entsprechenden Fördermaßnahmen bzw. Beratung der Eltern und Hinweise auf außerschulische Fördermöglichkeiten.

 

Bei weiteren Teilleistungsstörungen stehen der Schule eine Vielzahl von Test- und Fördermaterialien zur Verfügung (siehe entsprechende Liste hierunter), die bei Bedarf mit den jeweiligen Schülern durchgeführt werden und zum Einsatz kommen.

 

Die Förderung findet statt

·      im Klassenunterricht

         - durch innere Differenzierung

         - durch (zumindest teil- und zeitweise) Arbeit nach Wochenplan

         - durch den Einsatz von Lernwerkstätten und projektorientierten Unterricht

         - durch das Angebot von individualisierenden Arbeitsmitteln (LÜK, Logico) zum selbstständigen Lernen und Kontrollieren.

·      in klassenübergreifenden äußeren Differenzierungsstunden (Kinder mit annähernd gleichem Förderbedarf werden zusammengefasst.)

·      in jahrgangs- und klassenübergreifenden äußeren Differenzierungsstunden mit verschiedenen Anspruchniveaus

         Neben besonders schwachen Kindern mit gravierendem elementaren Förderbedarf  werden auch begabte Schüler so auf effektive Weise    gefördert.

·      in zusätzlichen Förderstunden für lese - rechtschreibschwache Kinder. Die Stunden werden entsprechend der Ausgangslage klassen- und/oder         jahrgangsübergreifend organisiert. Die Teilnahme einzelner Kinder kann zeitlich begrenzt werden.

·      Kinder mit erheblichen Defiziten in Deutsch oder Mathematik nehmen nach  Absprache zwischen den Klassenlehrern/innen (zeitweise) in dem entsprechenden Fach am Unterricht der nächst niedrigeren Klasse teil. Entsprechend nehmen besonders begabte Kinder in dem entsprechenden Fach am Unterricht der nächst höheren Klasse teil.

Der mögliche und angestrebte Kompetenzerwerb der Kinder, der in den o.a. Lernstandserhebungen abgetestet wird, wird parallel in positiven wie negativen Aussagen erfasst und allen Kollegen/innen als CD-Rom zur Verfügung gestellt. Durch Herauslöschen der nicht erreichten Kompetenzen lässt sich für jedes einzelne Kind zu jedem beliebigen Zeitpunkt ein Ausdruck erreichter und nicht erreichter Kompetenzen erstellen. Der Ausdruck kann auf vielfältige Weise genutzt werden, z.B. zur Beratung der Eltern, zur Abstimmung innerhalb des Kollegiums / Teams, als Grundlage für Gutachten, als Vorbereitung der Zeugniskonferenz u.v.m.

Die in der überarbeiteten Fassung der Richtlinien zu erwartenden Kompetenzbeschreibungen werden in Form eines Kompetenzrasters für jedes Kind individuell geführt und laufend aktualisiert.

Auf der Grundlage der o.a. Maßnahmen und der Dokumentationen sollen die Zeugnisformulare (wie in der Schulleiterkonferenz am 24.10.2006 vorgestellt) an die Gegebenheiten unserer Schule angepasst und von der Schulkonferenz beschlossen werden. Die erreichten Kompetenzen werden im Ankreuzverfahren dokumentiert und bei Bedarf mit weiteren Kommentaren und je nach Klasse mit Noten versehen.

 

 

 

 

Qualitätssicherung und -steigerung von Unterricht

 

Unterricht bewegt sich in dem Spannungsfeld zwischen

Schülerorientierung und Lehrplanerfüllung.

 

Um der Forderung nach ganzheitlicher Förderung und Entwicklung der Leistungsbereitschaft des Kindes und optimaler Wissensvermittlung gerecht zu werden, sind die folgenden Schritte unverzichtbar. Die einzelnen Schritte folgen logisch aufeinander und beeinflussen sich gegenseitig im Sinne der Rückkopplung und des Feedbacks.

 

                   sorgfältige Diagnostik

 

                   Festlegung von Förderschwerpunkten für jedes einzelne Kind

 

                   Aufstellen von Förderplänen für Lerngruppen

        

                   Dokumentation von Schülerbeobachtungen

 

                   Erstellen von Lernentwicklungsberichten

 

                   Ganzheitliche Förderung

 

 

Als wesentlicher Schritt auf dem Weg zur Qualitätssicherung und -entwicklung wird auch die

Ausbildung von Lehramtsanwärtern gesehen.

 

 

 

Informationsblatt für die Hand der Eltern

überreicht beim Anmeldungsgespräch

 

·      Der Schulleiter gewinnt einen ersten Eindruck von dem Kind durch ein Gespräch:

·      Offenheit, Sprachentwicklung, Denkfähigkeit, Farbtüchtigkeit, Mengenerfassung werden erfasst.

·      Die Eltern werden zu ihren Kindern an Hand des Kieler Elternfragebogens befragt.

·      Die Ergebnisse der schulärztlichen Untersuchung werden sorgfältig analysiert.

·      Weitere Erkenntnisse werden im Gespräch mit den Kindergärtnerinnen und beim Besuch in den Kindergartengruppen gewonnen. Zweimal pro Jahr finden Konferenzen der Grundschulen der Gemeinde Vettweiß, der Förderschule Boich  und aller beteiligten Kindergärten statt.

·      Mit allen Kindern wird in 5er- bzw. 6er- Gruppen das Kieler Unterrichtsspiel durchgeführt.

·      Aufgrund aller Beobachtungen werden individuelle Förderpläne und Förderpläne für die Lerngruppe erstellt und nach Bedarf aktualisiert.

·      Werden im Laufe dieser Schritte Hinweise auf Entwicklungsstörungen erkennbar, werden die Eltern zu einem Beratungsgespräch eingeladen und auf besondere vorschulische Fördermaßnahmen hingewiesen und deren Durchführung eingeleitet.

·      Bei einem Elternabend vor den Sommerferien werden die Eltern über alle wissenswerten Einzelheiten im Zusammenhang mit der Einschulung informiert. Sie lernen die zukünftigen KlassenlehrerInnen ihrer Kinder kennen.

·      Wenn es möglich ist, wird im Laufe dieses Verfahrens ein Elternabend in Zusammenarbeit mit den Kindergärten und anderen beteiligten Institutionen  angeboten.

·      Nach Schuljahresbeginn werden die Kinder kontinuierlich aufgrund des Förderplans gefördert. Werden in diesem Zusammenhang Hinweise auf weitere Entwicklungsstörungen erkennbar, wird wieder das klärende und helfende Gespräch mit den Eltern gesucht und (wenn erforderlich) Anregungen zu außerschulischen Fördermöglichkeiten gegeben

  

Diagnostisches Material

 

Der Einsatz der folgenden standardisierten Testverfahren soll im Laufe der Grundschulzeit  umfassende und rechtzeitige Diagnose über den Entwicklungs- und Leistungsstand jedes einzelnen Kindes ermöglichen und zu entsprechenden Fördermaßnahmen hinführen.

 

1.   DLF 1-2    Mitte 1. – 2. Jahrgang – Diagnostischer Lesetest zur Frühdiagnose.

2.   HSP 1+    Jahrgang 1 – Hamburger Schreib – Probe zur Erfassung der    grundlegenden Rechtschreibstrategien                          

4.   HSP 2      Jahrgang 2   (s.o.)

5.   HSP 3      Klasse 3       (s.o.)          

6.   HSP 4/5    Klasse 4       (s.o.)

7.   Demat 1+ Jahrgang 1 – Deutscher Mathematiktest für 1. Klassen

8.   DP I und II Differenzierungsprobe I und II nach Breuer und Weuffen – Verfahren zur Diagnose sprachbezogener Wahrnehmungsleistungen von Schülern mit Lernschwierigkeiten im Anfangs-unterricht.

9.   Erhebungsverfahren zur phonologischen Bewusstheit nach S. Martschinke, A. Frank und E.-M. Kirschhock.

 

 

Fördermaßnahmen und -materialen

 

Folgende Fördermaterialien sollen bei entsprechender Diagnose individuell zum Einsatz kommen:

1.   wtl 1-4     Klassen 1-4: Wortlisten-Trainingsprogramm mit Wörtern und Texten,           

               einzusetzen nach Auswertung der Hamburger Schreibproben.

2.   Spezielle Übungen zur Förderung der

·      optisch-graphomotorischen Differenzierungsfähigkeit

·      phonematischen Differenzierungsfähigkeit

·      kinästhetischen Differenzierungsfähigkeit

·      melodischen Differenzierungsfähigkeit

·      rhythmischen Differenzierungsfähigkeit

jeweils einzusetzen bei entsprechenden Teilleistungsstörungen in den o.a. Wahrnehmungsbereichen.

1.   Verhaltenstherapeutisches Trainingsprogramm für fehlhörige Kinder nach B. Cramer

2.   Übungen und Spiele zur Förderung der phonologischen Bewusstheit nach M. Forster und S. Matschinke.

3.   Wahrnehmungstraining zur Orientierungsverbesserung nach G. Röttgen und M. Müllenbruch.

4.   Sammlung von Übungen, die einsetzbar sind bei Förderung in den Bereichen

·      Sensorische und motorische Grundlagen beim Schreibenlernen

·      Körperwahrnehmung und –orientierung

·      Raumwahrnehmung und –orientierung

·      Objektwahrnehmung und –orientierung

·      Basis für Schreibhaltung und –bewegung

·      Übungen zur Körperhaltung und –bewegung

·      Hand- und Fingerhaltung und –bewegung

·      Wahrnehmung und Re-/Produktion von Zeichen

 

1.   Vielfältige Lük- und Logico- Materialien

2.   Mehrdimensionaler Leselehrgang im handlungsorientierten Stationenverfahren

3.   Trainingsprogramme bei Konzentrationsschwierigkeiten

·      akustisch orientiertes Konzentrationstraining

·      optisch orientiertes Konzentrationstraining

·      motorisch orientiertes Konzentrationstraining

4.   Konzentrationsübungen für die Fächer Deutsch, Mathematik, Sachunterricht

5.   Förderung der Schnelligkeit und Ausdauer

6.   Förderung des logischen Denkens

7.   Förderung der Rechenfähigkeit und des mathematischen Denkens

8.   Sammlung von Übungsmaterialien zur Schulung der Feinmotorik

9.   Förderkurs zum Zahlenbuch für die Klassen 1-4

 

 

 

 

Leseförderung

 

Besonderes Gewicht wird auf die Entwicklung der Lesekompetenz aller Schüler gelegt. Neben der Literatur, mit der die Kinder im Unterricht befasst werden, steht an beiden Standorten eine umfangreiche Schülerbibliothek zur Verfügung. An jeweils einem Tag in der Woche können die Kinder Bücher ausleihen. Die Ausleihe wird von Eltern organisiert. Nach der Lektüre eines Buches können die Kinde im Computerraum unter www.antolin.de Fragen zu dem gelesenen Buch beantworten und entsprechend der Regeln Zertifikate erwerben.

  

Konzept zur Leseförderung

 

Inhalt:

 

1. Lesen

2. Bedeutung des Lesens – Ziele der Leseförderung

3. Aufbau einer Lesemotivation und Lesehaltung

4. Erweiterung der Lesekompetenz

5. Leseförderung an der Regenbogenschule

6. Kooperationen in der Leseförderung

 

1. Lesen

 

Lesen ist Sinnkonstruktion, ist immer mit Sinnentnahme verbunden. Lesen hat das Ziel, Informationen aus Texten zu entnehmen und zu verwerten. Müssen auch Leseanfängerinnen und –anfänger zunächst einmal die Technik des Lesens erlernen, so erkennen sie doch erst mit Hilfe ihrer Leseerwartung Wörter und Sätze und somit den Sinn der Texte.

 

2. Bedeutung des Lesens – Ziele der Leseförderung

 

Lesen ist die grundlegende Kulturtechnik überhaupt. Es hat eine Schlüsselfunktion für weiteres erfolgreiches Lernen. Es fördert wichtige geistige Fähigkeiten und ist letztlich auch Voraussetzung für einen kompetenten Umgang mit Medien. Gegenstände der Leseförderung sind Texte und Medien, wobei wir von einem sehr weit reichenden Text- und Medienbegriff ausgehen. Dies spiegelt sich in der Auswahl der Texte wieder.

 

Da das Lesen der Schlüssel für ein erfolgreiches Lernen in der Grundschulzeit ist, muss die Schule eine anregungsreiche Lese-Schreib-Kultur schaffen und die Kinder immer wieder zum Lesen motivieren. Dabei müssen die individuellen Lernvoraussetzungen besonders beachtet werden. Kinder, denen das Leselernen schwer fällt, brauchen von Anfang an Förderung ebenso wie Kinder mit Migrationshintergrund. Auch müssen begabte Schüler und Schülerinnen ihren Fähigkeiten entsprechend gefördert werden und die unterschiedlichen Neigungen und Interessen von Mädchen und Jungen berücksichtigt werden.

 

An der Regenbogenschule legen wir großen Wert zum einen auf das Erlernen und Beherrschen von Lesefertigkeiten und -fähigkeiten und zum anderen auf die Ausbildung einer genießenden und interessengeleiteten Lesehaltung auf allen Stufen der Leseentwicklung. Dies ist von besonderer Bedeutung, da hierdurch „das Lesen im eigenen Alltag eine positive Funktion erhält und eine überdauernde Lesemotivation gefördert wird.“ (Richtlinien Deutsch)

 

„Lesen- und Schreibenlernen unterstützen sich gegenseitig.“ (Richtlinien Deutsch) Durch das frühe <Freie Schreiben> mit der Anlauttabelle entdeckt jedes Kind für sich die Schrift. Es erkennt den Zusammenhang zwischen Laut und Buchstaben und kommt so auch zum Lesen. Daher ist auch die Druckschrift die gemeinsame Ausgangsschrift für das Lesen und Schreiben.

 

Unser Ziel in der Leseerziehung ist es, Grundlagen für die geistige Entwicklung und für das weitere Lernen zu legen und die Kinder zu einem lebenslangen Lesen anzuregen.

 

 

3. Aufbau einer Lesemotivation und Lesehaltung

 

Lesemotivation ist in erster Linie abhängig von der Lesekompetenz. Deshalb ist die Leseentwicklung an der Regenbogenschule ein wichtiges Übungsfeld von Anfang an, dem innerhalb der Eingangsstufe Rechnung getragen wird. Neben dem Know-how der methodischen Vorgehensweise sind es unter anderem die folgenden Bausteine (Angebote), durch die die Schülerinnen und Schüler an das Lesenlernen herangeführt werden und die Lust am Lesen aufrechterhalten wird:

 

·        Altersgemäße, nicht überfordernde Lesetexte

·        Regelmäßiges Vorlesen auch unter Einbezug der Kinder

·        Anregende Leseumwelt in den Klassen bzw. in der Schule (Leseecken, freie   

·        Lesezeiten)

·         Lese-Arbeitsgemeinschaften

·         Lese-Mal-Hefte

·         Lesetagebücher

·         Ganzschriften mit Lesebegleitheften

·         Verbindung von schulischem und häuslichem Lesen durch Einbezug des privaten

            Lesestoffes

·         Lesen im Internet (Antolin)

·         Lesenacht in der Schule

·         Lesemütter

·        Gemeinsames Lesen von Klassenlektüren

·        Individuelles Lesen im Unterricht

·        Nutzung der Schülerbücherei

·        Einsatz von Leseheften und Lesekisten

·        Klassen-Bücher-Ausstellungen

·        Leselernspiele

·        Leseübungen mit Selbstkontrolle (LÜK, Logico, u.a.)

·        Lesen am Computer (Lernwerkstatt)

·        Tandemlesen

 

 

 

4. Erweiterung der Lesekompetenz


Wenn die Schüler und Schülerinnen das Lesen als Sinnkonstruktion erfasst haben, wenn es ihnen zunehmend gelingt lautgerecht, geläufig und sinnerfassend zu lesen, muss zielstrebig an einer Steigerung der Lesefertigkeit und – fähigkeit gearbeitet werden. Dies geschieht an unserer Schule im Rahmen der Aufgabenschwerpunkte, die in den Richtlinien und Lehrplänen im Fach Deutsch für den Umgang mit Texten vorgegeben sind, durch folgende Aktionen zur Leseförderung:

 

 

4.1. Selbstvergessenes Lesen:

bulleteine leseanregende Lernumgebung schaffen,
bulletinteressenbezogene Texte zum Lesen auswählen,
bulletBücher vorlesen,
bulleteigene Bücher mitbringen lassen,
bulletfreie Lesezeiten einrichten,
bulletdie Schülerbücherei nutzen,
bulletLesekisten anbieten,
bulletLese-Aktionen, z.B. eine Lesenacht organisieren,
bulletden Computer als Medium einsetzen,
bulletmit dem Leseportal "Antolin" arbeiten,
bulletGeschichten von Mitschülern und Mitschülerinnen lesen, z.B. Wochenhefte, Aufsätze, Schülerzeitung


4.2. Informierendes Lesen:

bulletin Texten Informationen finden,
bulletSachaufgaben für Sachbücher und Nachschlagewerke,
bulletSuchen und Finden im Internet,
bulletsich an Preisausschreiben und Wettbewerben beteiligen,
bulletschriftliche Anweisungen verstehen und danach handeln,
bulletHausaufgaben den Arbeitsanweisungen  entsprechend ausführen,
bulletTextaufgaben selbstständig lösen, auch Knobelaufgaben,
bulletInformationen aus Sachtexten entnehmen,
bulletzu einem Thema Literatur oder andere Medien finden,
bulletan Aktionen der Tageszeitung teilnehmen (ZEUS, Lesepass)
bulletdie Schülerzeitung lesen und mitgestalten


4.3. Interpretieren

bulletsich über den Inhalt von Texten austauschen und eine eigene Meinung bilden
bulletLesetagebücher anlegen
bulletLese- und Schreibkonferenzen durchführen
bulletBerichte, Briefe und Schriften der Klasse sammeln und besprechen
bulletÜber die Schülerzeitung und aktuelle Zeitungsnachrichten diskutieren
bulletLautes Lesen von Texten
bulletaus eigenen Büchern vorlesen
bulletan Vorlesewettbewerben teilnehmen
bulletGedichte auswendig lernen und vortragen
bulletHandelnd mit Texten umgehen
bulletTheaterstücke spielen
bulletRollenspiele entwickeln
bulletTexte künstlerisch umsetzen (Musik, Gestaltung)
bulletin Anlehnung an fremde Texte eigene Geschichten schreiben



 

4.4. Nutzen von Medien:

bulletsich aus eigenem Interesse in Medien orientieren
bulletim Internet Informationen suchen und Beiträge lesen
bulletFernsehprogramm, Videos, Computerspiele und Werbung kritisch betrachten
bulleteine Tageszeitung lesen
bulleteine Zeitungsredaktion oder- druckerei kennen lernen
bulletTexte mit Hilfe des Computers schreiben und gestalten
bulletIn der Redaktion der Schülerzeitung mitarbeiten
bulletKontakt zu Schriftstellern und Dichtern herstellen
bulletTheatervorstellungen, Dichterlesungen und Vorträge besuchen
bulletBüchereien, Buchhandlungen, Medietheken einbeziehen
bulletBeiträge für die Homepage der Schule gestalten

 


4.5. Nutzen von Lesestrategien:

bulletsinnbetontes Lesen beim lauten Vorlesen in der Klasse, bei Lesefesten und anderen Gelegenheiten, wobei textbezogen antizipiert, genau und zeilenübergreifend gelesen werden muss
bulletbeantworten von Fragen zu einem Text, wobei Textstellen gefunden und überfliegend bzw. selektiv gelesen werden muss
bulletselbstständige Bearbeitung von Lesetexten
bulletErgebnisse von Forscheraufgaben vortragen, Textstellen zitieren

 

 

 

5. Leseförderung an der Regenbogenschule

        

Im Rahmen des Konzeptes <Lernen lernen von Anfang an> erlernen die Kinder Methoden zur Informationsbeschaffung und -entnahme aus Texten.

 

bulletLaut Konferenzbeschluss muss in jedem Schuljahr eine Ganzschrift gelesen werden.
bulletAlle Kinder haben die Möglichkeit über das Internet Fragen zu gelesenen Büchern zu beantworten (Antolin).
bulletMit festgelegten Testverfahren wird der Stand der Leseentwicklung eines jeden Kindes ermittelt. Hier setzen individuelle Förderungen ein.

 

5.1. Eingangsstufe – Klasse 1/2

bulletKinder mit den unterschiedlichen Lernausgangslagen werden sowohl im Klassenunterricht als auch im Förderunterricht (s. Förderkonzept) gezielt gefördert.
bulletUnterstützt wird das Lesenlernen durch die Methode <Lesen durch Schreiben>, bei der die Kinder die Struktur der Schrift über die Anlauttabelle und durch        eigenes frühes Schreiben entdecken.
bulletDen Kindern wird viel vorgelesen, sie erlernen die Lesetechnik und lesen Texte auf ihrem Leseniveau und entnehmen erste Informationen.

 

 5.2. Klasse 3/4

bulletDie Textsorten werden erweitert.
bulletDie Arbeit am Text, das Textverstehen und das Aufgabenverständnis stehen im Vordergrund.

 

 

6. Kooperationen in der Leseförderung

 

Für eine noch intensivere Leseförderung kooperieren wir mit

 

bulletStandbücherei im Schulzentrum Vettweiß mit
bulletBüchereibesuchen
bulletTeilhabe an Vorlesestunden
bulletEltern
bulletEltern beteiligen sich in der Eingangsstufe an Lesestunden und lassen sich von Kindern vorlesen.
bulletEltern unterstützen Kinder bei der Antolin-Eingabe – auch am Nachmittag.
bulletEltern fungieren als Lesemütter/väter

 

 

Konzept zur Förderung von Kindern bei besonderen Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens und Rechtschreibens (LRS) gemäß RdErl. des Kultusministeriums v. 19.07.1991

 

1.                 Grundsätzlich wird der Unterricht im Fach Deutsch und hier speziell in den Bereichen Lesen und Rechtschreiben der ersten getestet. Bei entsprechenden Defiziten werden geeignete Fördermaßnahmen angesetzt. Außerdem werden die Eltern auf die Defizite hingewiesen und, wenn sinnvoll und notwendig, werden logopädische oder/und ergotherapeutische Fördermaßnahmen empfohlen.

 

2.                 Jeweils am Ende einer Lerneinheit in der Fibel bzw. des Sprachbuches werden die vorgesehenen Lernstandserhebungen geschrieben. Aufgrund der Auswertung  der Erhebungen wird den Kindern individuell abgestimmtes zusätzliches Förder-material z. B. aus den Quieselheften an die Hand gegeben.

 

3.                 Jeweils zum Ende eines Halbjahres wird das Ergebnis der Fördermaßnahmen überprüft mit

·        der entsprechenden Hamburger Schreibprobe

und am Ende des ersten und zweiten Halbjahres der Klasse 1 und am Ende des ersten Halbjahres der Klasse 2 mit

·        dem 9-Wörter-Diktat

 

4.                 Ab dem 2. Halbjahr der Klasse 2 wird der Stand der Rechtschreibleistung zusätzlich überprüft durch jeweils

·        Abschreibübungen

·        geübte Diktate

·        freie Textproduktionen

·        Wörterbucharbeit

·        Wörterlisten

 

5.                 Die durchgeführten Tests und das daraus resultierend Fördermaterial werden für  jedes Kind in einer „Fördermappe“ gesammelt.

 

6.                 Zum Ende eines Halbjahres werden die Kinder erfasst, die trotz der Fördermaßnahmen

·        in Klasse 1 und 2 die grundlegenden Ziele des Lese- und Rechtschreibunterrichts nicht erreichen.

·        in Klasse 3 und 4 über einen Zeitraum von mehr als 3 Monaten den Anforderungen nicht entsprechen.

Für diese Kinder werden spezielle LRS-Förderkurse für die Dauer eines halben Jahres eingerichtet. Der zusätzliche Förderbedarf lässt sich an Hand der Fördermappe dokumentieren.

 

7.        Die Benotungen der Lese- und Rechtschreibleistungen in Klassenarbeiten, anderen Leistungsnachweisen und auf Zeugnissen werden entsprechend der geltenden Richtlinien vorgenommen.

                

 

 

Konzept für die Einführung und Durchführung der

Flexiblen Schuleingangsstufe

 Ab dem Schuljahr 2005/06 werden die Kinder der Jahrgänge 1 und 2 in jahrgangsgleichen und zeitweise jahrgangsübergreifend (und den Schülerzahlen entsprechend) in 3 Gruppen unterrichtet.

 

Begründung des jahrgangsbezogenen Unterrichts

 Jahrgangsbezogener Unterrichts ist sinnvoll, wo spezielle jahrgangsspezifische Lernvoraussetzungen und –bedürfnisse Unterricht einen jahrgangsübergreifenden Unterricht nicht sinnvoll erscheinen lassen oder gar notwendig werden lassen. Aus diesem Grund wird der Unterrichts vorwiegend in jahrgangsgebundenen Gruppen durchgeführt.

 

·      Grundlagen in Klasse 1 sind Alphabetisierung und Grundlegung des Zahlbegriffs. Beides lässt sich besser und sinnvoller im jahrgangsgebundenen Unterricht erarbeiten.

·      Im ersten Jahrgang ist Druckschrift, im zweiten Jahrgang verbundene Schrift vorgeschrieben. Beide Schriftformen führen im jahrgangsgebundenen Unterricht zu zusätzlichen Erschwernissen, die vermeidbar sind.

·      Stärkere bzw. schwächere Schüler können auch im jahrgangsgebundenen Unterricht die Gruppen wechseln und nehmen somit keine Nachteile in Kauf.

·      Die Überprüfung der Minimalstandards in den einzelnen Klassenstufen ist im jahrgangsgebundenen Unterricht durch diverse Prüfverfahren besser und leichter möglich.

·      Offene Unterrichtsformen lassen sich im jahrgangsgebundenen Unterricht besser einführen und einüben, um sie im jahrgangsübergreifenden Unterricht sicher verwenden zu können.

  

 

Begründung des jahrgangsübergreifenden Unterrichts

 

Daneben bietet jahrgangsübergreifender Unterricht eine Reihe von Vorteilen, die es zu nutzen gilt. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem sozialen Lernen. Es besteht die Hoffnung, dass sich die u.a. Lernziele im sozialen Bereich besser und leichter erreichen lassen. Wichtig ist die Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten in diesen Punkten. Die Eltern sind aufgefordert, in dem u.a. Sinne auf ihre Kinder pädagogisch einzuwirken. Wünschenswert wäre das Erreichen folgender Zielvorgaben:

 

·      Die Kleineren fühlen sich durch die Größeren beschützt.

·      Die Größeren fühlen sich für die Kleineren verantwortlich.

·      Die Größeren werden durch die Kleineren zu vorsichtigerem sozialen Verhalten angeregt.

·      Kinder lernen voneinander und erfahren, dass Kleinere von Größeren lernen können und umgekehrt.

·      Helferprinzip entlastet den Lehrer, fördert soziale Kompetenzen.

 

Daneben bietet jahrgangsübergreifender Unterricht auch Vorteile im Bereich des kognitiven Lernens. Allerdings werden vor allem in diesem Bereich auch Grenzen des jahrgangs-übergreifenden Unterrichts deutlich und müssen beachtet werden.

 

·      Lerninteresse und Lernbereitschaft werden erweitert

·      Die Großen werden durch das Interesse der Kleinen motiviert.

·      Durch „Mithören“ wird bei den Kleinen Wissen vorbereitet und Lerneifer angestoßen.

·      Anderen zu helfen festigt das eigene Lernen.

 

Um die Vorteile des jahrgangsübergreifenden Unterrichts zu nutzen und die dagegensprechenden Argumente nicht zu vernachlässigen, werden die Kinder in den ersten beiden Unterrichtsstunden jahrgangsweise unterrichtet. In den Stunden nach der Pause werden Förderstunden angeboten, in denen Kinder je nach Bedürfnislage und flexibel z.T. auch in jahrgangsübergreifenden Gruppen zusammengefasst werden. In den ersten beiden Stunden können somit jahrgangsspezifische Vorhaben sicher und effektiv eingeübt werden. In den daran anschließenden jahrgangsübergreifenden Unterrichtsphasen bestehen vielfältige Übungs- und Anwendungsmöglichkeiten. Die Kinder können dann entsprechend ihres Vermögens wirksam gefördert werden. (s.u.!).

Im Unterricht werden verstärkt individualisierende Arbeitsmittel eingesetzt, z.B. Anlauttabelle, Karteien, Rechentrainer, LÜK - und Logico - Materialien. Auf diese Weise können Kinder entsprechend ihrer Fähigkeiten individuell gefördert werden

Lernwerkstätten werden so angelegt, dass die Angebote sich an Kinder aus dem 1. und 2 Jahrgang richten. Dementsprechend können Kinder Materialien auswählen, die ihrem Leistungsstand und -vermögen entsprechen.

Darüber hinaus wird die Möglichkeit eröffnet, dass einzelne Kinder je nach Bedürfnislage in einzelnen Fächern am Unterricht des jeweils anderen Jahrgangs teilnehmen. Kinder des ersten Jahrgangs, die in einem Fach besondere Fortschritte machen können am Unterricht des zweiten Jahrgangs in diesem Fach teilnehmen. Schwache Kinder des zweiten Jahrgangs können entsprechend am Unterricht des ersten Jahrgangs teilnehmen. Auf diese Weise lässt sich auch die Verweildauer von 1 bzw. 3 Jahren in der Eingangsstufe festlegen.

Klasse 3 wird weiterhin als Jahrgangsklasse geführt, weil die Kinder behutsam an die Notengebung herangeführt werden sollen und sich sorgfältig auf Tests und Klassenarbeiten vorbereiten können.

Klasse 4 wird auch weiterhin als Jahrgangsklasse geführt, weil die Kinder sich in Ruhe auf die begründeten Empfehlungen zur Jahresmitte vorbereiten sollen. Der Förderunterricht sieht im Hinblick auf das Wahlverhalten der Eltern anders aus als in Klasse 3. Die mehrtägige Klassenfahrt zum Abschluss bildet einen spezifischen Höhepunkt.

 

 

Arbeits- und Förderpläne

 

 

Die Arbeits- und Förderpläne sind Bestandteil dieses Konzeptes. Die Arbeitspläne wurden ab dem Schuljahr 2004/05 sukzessiv entwickelt und fortgeschrieben.

 

Im Anfangsunterricht werden die Buchstaben im Rahmen eines Fibel - Lehrgangs eingeführt. Daneben benutzen die Kinder aber auch eine Anlaut - Tabelle. Im Unterricht werden vielfältige Anlässe zum freien Schreiben angeboten. Die Kinder beginnen mit Druckschrift und lernen später die Vereinfachte Ausgangsschrift.

 

Die für alle Klassenstufen und Fächer gemeinsam erstellten Lehr- und Lernpläne orientieren sich ab an dem Lehrwerk „Bausteine“ in den Fachbereichen Sprache, Sachunterricht, Kunst, Textilgestaltung, Musik, Sport, Religion. Die Unterrichtsstoffe sind so konzipiert, dass jederzeit fächerübergreifend und in „offenen Unterrichtsformen“ gearbeitet werden kann. Die Pläne und Arbeitsmittel stehen allen Kollegen/innen zur Verfügung. Wenn Vertretungsunterricht notwendig wird, kann der/die  Vertreter/in auf dieses Instrumentarium zurückgreifen.

 

In Mathematik liegt dem Unterricht das Unterrichtswerk „Zahlenbuch“ zugrunde. Kreatives, entdeckendes Lernen und Mathematisieren von Situationen aus dem Alltag und Erfahrungsbereich der Kinder wird angeregt und gefördert.

        

Alle Kinder erhalten (sofern möglich) Schwimmunterricht in Klasse 4.

 

Im Sachunterricht findet in Klasse 2 ein Radfahrtraining statt. Alle Kinder legen in Klasse 4 die Radfahrprüfung ab.

 

 

Der Religionsunterricht in Klasse 1 wird überkonfessionell erteilt, ab Klasse 2 nach Konfessionen getrennt. Kontaktstunden der Ortsgeistlichen sind erwünscht. Der evangelische Religionsunterricht kann nur erteilt werden, wenn ein/e Kollege/in der Schule die Vocatio abgelegt hat, bzw. für den Unterricht an unsere Schule abgeordnet worden ist.

 

Zusätzliche Unterrichtsangebote im musischen Bereich wie Schulchor, Flötengruppe, Schulorchester, Theatergruppe und im sportlichen Bereich wie Spielgruppen und Mannschaftssport und zusätzliche Angebote im Bereich der EDV sind erwünscht, aber nur bei entsprechender personeller Besetzung  möglich. Arbeitsgemeinschaften, die von Eltern, außerschulischen Fachleuten und Institutionen und von Vereinen angeboten werden sind jederzeit willkommen und möglich.

Aus Platzgründen sind die Arbeitspläne der Regenbogenschule hier nicht abgedruckt, können aber jederzeit im Sekretariat eingesehen werden.

 

 

Konzept für individualisierten Mathematikunterricht

 

Das in der Lehrerkonferenz am 18.04.2008 von Markus Klein-Uebbing vorgestellte und in der Schulkonferenz am 09.09.2008 beschlossene Mathematikkonzept wurde in der Lehrerkonferenz am 03.11.2009 evaluiert und, wie aus der u.a. Neufassung hervorgeht, abgeändert. Das Konzept gewährleistet weiterhin

 

·      selbst bestimmtes Lernen der Kinder,

·      individuellen Lernfortschritt,

·      Übersicht des/der Lehrenden über den Lernfortschritt und Leistungsstand der Kinder.

Selbstbestimmtes und selbstverantwortliches Lernen verbunden mit individuellem Lernfortschritt der Kinder wird sukzessiv von Klasse 1 bis Klasse 4 entwickelt und gefördert. Parallel wird Lenkung durch die LehrerInnen schrittweise zurückgenommen, um diese Entwicklung zu ermöglichen.

Die Kinder arbeiten ihrem individuellen Lerntempo entsprechend im Schülerbuch „Welt der Zahl“ des entsprechenden Jahrgangs. In den Klassen 1 und 2 ist dieses selbstständige Voranschreiten im Stoff auf Themengebiete beschränkt (z. B.: Addieren von Einern). In den Klassen 3 und 4 schätzen sie selbst ein, ob bzw. welche Aufgaben sie überspringen, wenn sie sich sicher fühlen, den Stoff zu beherrschen. In Einzelfällen ist nach sorgfältiger Abwägung durch den/die LehrerIn einzelnen besonders leistungsstarken Kindern (in den Klassen 1 – 4) ein individuelles Voranschreiten im Buch zu ermöglichen.

Die Kinder (der Klassen 3 und 4) wissen:

·      nach welchen Schülerbuchseiten sie sich melden müssen, um die anstehende Lernstandserhebungen zu schreiben. Ist die Lernstandserhebung i. O. können sie im Buch weiterarbeiten. Zeigen sich in Teilen oder insgesamt Mängel, muss der Stoff der mangelhaften Leistungen nachgearbeitet und vertieft werden und eine erneute Lernstandserhebung geschrieben werden. Wird der Stoff beherrscht, kann das nächste Stoffgebiet begonnen werden. Die Lernstandserhebungen werden nicht benotet. Dies ist den Kindern auch bekannt.

·      In jedem Schuljahr werden 8 Klassenarbeiten - gleichmäßig über das Jahr verteilt – zu jeweils einem inhaltlichen Schwerpunkt (z.B. Runden oder schriftliches Multiplizieren) geschrieben. Die Klassenarbeiten werden vor allem in den Klassen 3 und 4 rechtzeitig angekündigt. Den Kindern sind die jeweiligen Inhalte bekannt, wann und zu welchem Inhalt (z.B. „schriftliches Dividieren mit Überschlag und Probe“) sie die 8 Klassenarbeiten schreiben. Sie tragen zunehmend selbst die Verantwortung dafür, sich bis zu den angesagten Terminen den Lernstoff anzueignen.

Die Kontrolle der Lernstandserhebungen und der Klassenarbeiten erfolgt durch die LehrerInnen.

Neue Inhalte und Stoffgebiete werden von allen Kindern gemeinsam mit den LehrerInnen erarbeitet. Bei der Neueinführungen und Vertiefung eines Stoffgebietes helfen außer den LehrerInnen die „Experten“ (ein anderes Kind in der Klasse) in der Klasse, die den Stoff bereits beherrschen. Benötigt ein Kind Hilfe, wendet es sich zuerst an einen Experten. Sollte es aber keine ausreichende Hilfe bekommen, wendet es sich an den/die Lehrer/in.

Hausaufgaben können täglich oder als Wochenhausaufgabenplan erteilt werden, z.B. aus dem Schülerarbeitsheft oder Kopiervorlagen, auch mit abgestimmten Schwierigkeitsgraden für stärkere oder schwächere SchülerInnen. Entsprechende Materialsammlungen hat jede/r Kollege/in zur Hand.

Es ist geplant, für den Mathematikunterricht an beiden Standorten nach Jahrgängen und Themenbereichen geordnet Ordner mit Arbeitsblättern anzulegen, die sukzessive von allen Kollegen/innen mit geeigneten Materialien gefüllt werden

 

 

Schulleben

 

Die Kinder sollen sich in der Schule geborgen und angenommen fühlen. Schule soll für jedes Kind ein wichtiger und gern erlebter Teil seines täglichen Lebens sein. Zum Schulleben gehören unabdingbar:

 

Regeln und Rituale im Leben der Klasse

·      Morgenkreis

Die Kinder betreten nach ihrer Ankunft (zu Fuß oder mit dem Schulbus) das Schulgebäude und versammeln sich in einem Stuhl- oder Sitzkissenkreis. Sie können von all den Dingen berichten und erzählen, die für sie wichtig und erwähnenswert sind. Für die Lehrer/innen ergeben sich wertvolle Situationen zur Gesprächserziehung.

·      Schul- und Klassenregeln werden von Kindern und Lehrer/innen ge-meinsam erarbeitet, um ein geordnetes Zusammenleben in der Klasse und der gesamten Schule - für Unterricht, Spiel, Sport und Pause zu gewährleisten

·      Bewahren von Traditionen

    Sozialformen der Kindergärten sollen übernommen, weitergeführt und weiterentwickelt werden.

 

 

Feste und Feiern

 

·      Einschulungsfeier für die Schulneulinge

Die Schulneulinge werden am zweiten Schultag des neuen Schuljahres eingeschult. Die Feier beginnt mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Pfarrkirche unter Beteiligung der Priester beider Konfessionen (wenn möglich), der neuen Klassenlehrer/innen und einiger Schüler aus höheren Klassen, die den Gottesdienst vorbereitet haben und musikalisch mitgestalten. Nach Absprache mit den Eltern werden auch Schulneulinge und deren Eltern mit in die gottesdienstliche Handlung einbezogen, z.B. beim Vorlesen von Fürbitten oder Gebeten. Anschließend gehen die Schulneulinge mit Eltern, Lehrern und größeren Schülern zum Schulgebäude. Dabei begleitet jeweils ein Schüler aus der höheren Klasse einen Schulneuling bis zur Schule (Patenschaft). Dort werden sie von den Kindern der höheren Klassen mit einem kurzen Programm begrüßt. Anschließend gehen sie mit ihren neuen Klassenlehrer/innen in die Klasse (open end). Den Eltern werden auf dem Schulhof von den Eltern der neuen 2. Klassen Getränke und Gespräche angeboten.

 

·      Entlassfeier für die Schulabgänger

Die Klassen organisieren an einem der letzten Tage vor ihrer Entlassung ein Fest mit Eltern, Schüler/innen und Lehrer/innen. In der Regel wird ein Spielenachmittag mit kurzem eigenen Programm und anschließendem gemütlichen Beisammensein mit Speisen und Getränken ins Auge gefasst. Das Bereitstellen von Speisen und Getränken wird durch die Eltern organisiert. Die Zeugnisse werden am letzten Schultag in der Klasse ausgeteilt.

 

·      St. Martinstag

Alle Kinder in Müddersheim versammeln sich mit ihren Eltern nachmittags in den geschmückten Klassen zu einem St. Martins - Kaffee und „Wecken-Essen“. Einige Eltern aus jeder Klasse bereiten im Anschluss an den Unterricht die jeweiligen Klassenräume mit den Lehrer/innen vor. Die Kinder führen den Eltern, die im Unterricht vorbereiteten Lieder und Gedichte etc. passend zum Feiertag vor. Anschließend versammeln sich alle auf dem (inzwischen) dunklen Schulhof  zu einem kurzen gemeinsamen Programmpunkt (Szenisches Spiel passend zum Thema o.ä.) und singen St Martinslieder. Daran schließt sich der Fackelzug mit den jährlich neu gebastelten Laternen an. Bei der Rückkehr zum Schulhof finden die Kinder ein St Martinsfeuer vor. Sie versammeln sich um das Feuer zu erneutem Singen und erhalten anschließend einen Weckmann, den sie mit nach Hause nehmen.

In Kelz findet ein Gottesdienst in der Pfarrkirche statt. Im Anschluss daran bewegt sich der Martinszug durch die Strassen bis hin zum Feuer. Anschließend werden die Wecken in der Schule verteilt.

 

·      Adventsfeier der ganzen Schule

An zwei Vormittagen in der Adventzeit (einmal zeitnah zu St Nikolaus und einmal kurz vor Ferienbeginn) versammeln sich morgens alle Kinder in der Gymnastikhalle und tragen Lieder, Spiele, Gedichte, Texte etc. vor.

 

·      Gemeinsamer Besuch einer Weihnachts-Theateraufführung

Alle Kinder der Schule besuchen gemeinsam in der Vorweihnachtszeit eine weihnachtliche Theateraufführung, abwechselnd in den Theatern Aachen, Euskirchen und Düren.

 

·      Klassenweihnachtsfeiern  / -winternachmittage

In Absprache mit den Eltern und Kindern werden je nach Wunsch in den Klassen adventliche Vorweihnachtsfeiern oder Winternachmittage abgehalten. Die Eltern sorgen für die Bewirtung, die Kinder erarbeiten in der Schule Programmpunkte, die den Eltern vorgeführt werden.

 

·      Karnevalistisches Treiben an Weiberfastnacht

Die Kinder kommen in Kostümen zur Schule und feiern zunächst in den Klassen und anschließend gemeinsam in der Halle Karneval. Das gemeinsame Programm besteht aus eigenen Beiträgen und Liedern, die aus dem Unterricht erstanden sind und aus Vorführungen von Garden o.ä., in denen Kinder unserer Schule mehrheitlich vertreten sind. In Müddersheim wird das Dreigestirn empfangen und beschert die Kinder mit Kamellen.

 

·      Jährliches Sportfest

Jedes Jahr werden zum Ende des Schuljahres hin die Bundesjugend-spiele als Wettkampf und Wettbewerb im Rahmen eines Sportfestes durchgeführt. Als Rahmenprogramm finden z.B. Dauerlaufwettbewerb, Gruppenaerobic, Staffelläufe, lustige Olympiade, Ballspiele uvm. statt. Die Eltern wirken als Kampfrichter mit und organisieren die Bewirtung.

 

·      Schulfest alle 4 Jahre

In jedem 4. Jahr wird ein Schulfest zu einem jeweilig festgelegten Thema durchgeführt, so dass jedes Kind einmal in seiner Grundschulzeit ein Schulfest erlebt. In dem Jahr eines Schulfestes werden die Bundesjugendspiele in kleinem Rahmen während eines Unterrichtsvormittages abgehalten. Wenn sich Anlässe außerhalb dieses Turnus ergeben (z.B. Kreiskulturtage) wird ein zusätzliches Schulfest abgehalten.

 

·      Projektwoche / Projekttage

In den Jahren zwischen den Schulfesten, wird jedes 2. Jahr eine Projektwoche zu unterschiedlichen Themen (z.B. Ernährung) durchgeführt. Die Schüler arbeiten in diesen Wochen täglich zu den angesagten Themen. Der Stundenplan ist in dieser Zeit außer Kraft gesetzt. Auch Besuche außerschulischer zum Thema passender Lernorte werden in diese Wochen einbezogen. Zum Ende der Projektwochen werden die Ergebnisse den Eltern und interessierten anderen Personen an einem „Projekttag“ vorgestellt.

·      Wandertage / Klassenfahrten

In den Klassen 1-3 werden bis zu je 5 Wandertage über das Schuljahr verteilt durchgeführt.

In Klasse 4 werden  eine 3-tägige Fahrt und maximal zwei 1-tägige Fahrten durchgeführt.

In jedem Jahr wird vor den Sommerferien ein Wandertag gemeinsam mit allen Kindern der Schule durchgeführt.

 

Aktive Pausengestaltung

 

Die Schulhoffläche ist in Schulhofzonen eingeteilt um einen reibungslosen Ablauf der Pausenaktivitäten zu  ermöglichen. Es gibt eine Zone mit Groß-spielgeräten, einen Bolzplatz für Ballspiele, eine Zone für Kleinspielgeräte, eine Zone mit  Hüpffeldern und eine Ruhezone mit Bänken und Tischen. In regelmäßigen Intervallen werden Pausenspiele angeleitet, bzw. mit den Kindern erarbeitet.

 

Teilnahme an Wettbewerben und Meisterschaften

Die Kinder nehmen jährlich an dem Malwettbewerb der Raiffeisenbanken und regelmäßig an einem sportlichen Wettbewerb auf Kreisebene

(Schwimmen oder Leichtathletik) teil.

 

 

 

Konzept für Patenschaften

 

Die Kinder der Klasse 4 werden angehalten, für die Schulneulinge als Paten zu fungieren. Das bedeutet inhaltlich:

 

dass sie Ansprechpartner in allen schulrelevanten Angelegenheiten für die Schulneulinge sind

 

bullet sie machen die Schulneulinge mit den Örtlichkeiten vertraut
bullet sie machen sie vertraut mit Absprachen und Regeln die in der Schule gelten
bullet sie bieten ihnen Orientierung und Anregung zur Gestaltung der Pausen und des gesamten Schulvormittags
bullet sie fungieren als Bindeglied zwischen Lehrern und den Schulneulingen
bullet sie sind Ansprechpartner in Konfliktsituationen und Streitfällen, selbst wenn sie den Streit nicht selbst schlichten, sondern zur Schlichtung weiterleiten

 

Um Patenschaften herzustellen werden die Schulneulinge vor den Sommerferien in die Schule eingeladen (in der Regel als Kindergartengruppe, aber auch die Kinder, die keinen Kindergarten besuchen) und in den Klassen 3 empfangen. Da sich die meisten Kinder aus den Dörfern bereits kennen, sollen sie nach Möglichkeit ohne Zwang von sich aus ihren Paten bzw. ihr Patenkind finden. Die Kinder der Klasse 3 werden im Vorfeld über die Bedeutung und Ausgestaltung der Patenschaften informiert. Die Schulneulinge werden an diesem Tag die Schule mit all ihren Räumen kennenlernen und mit ihrem Paten etwas Gemeinsames erstellen.

 

Am 1. Schultag werden die Schulneulinge von ihren Paten in die Kirche geführt und nehmen auch zusammen in den ersten Reihen Platz. Der Gottesdienst wird gemeinsam gestaltet. Anschließend führen die Paten ihre Patenkinder zur Schule und stehen ihnen zur Seite, während sie von den anderen Kindern begrüßt werden.

 

Innerhalb der ersten zwei Schulwochen wird ein gemeinsamer Ausflug der Klasse 4 und der Klasse 1 durchgeführt. Die Kinder wandern von Hochkirchen zum Spielplatz nach Eggersheim und verbringen dort einen gemeinsamen Spielevormittag. Für das leibliche Wohl sorgen Eltern.

 

 

Teamarbeit im Kollegium

 

Ein Team von 3 KollegInnen wird zunächst für einen Zeitraum von 4 Jahren für die 3 Gruppen der Flexiblen Schuleingangsphase verantwortlich sein. Nach 4 Jahren kann die Zusammenstellung des Teams nach einer entsprechenden Auswertung ggfs. neu gefasst werden. Darüber hinaus können diesem Team je nach Personallage FachlehrerInnen und ggfs. LehramtsanwärterInnen angehören. Jede der 3 KollegInnen ist für die organisatorischen Pflichten in jeweils einer Gruppe verantwortlich (ähnlich der organisatorischen Aufgaben einer Klassenlehrerin bzw. eines Klassenlehrers. Das beinhaltet:

·      Führen des Klassenbuches und der Versäumnisliste

·      Führen der Förder- und Fortschrittslisten (unter Beteiligung der anderen in dieser Gruppe unterrichtenden KollegInnen

·      Erstellen der Zeugnisse unter Berücksichtigung der Einschätzung aller beteiligten LehrerInnen und Schreiben der Zeugnisse

·      Beratung der Erziehungsberechtigten

·      Führen von Klassenkasse, Kakaoliste, Sammellisten beim Einsammeln von Geldbeträgen, Ausleihe von Büchern aus der Bücherkiste u.a.ä. organisatorische Angelegenheiten

·      Zusammenarbeit mit den Kindergärten

·      Zusammenarbeit mit der Sozialpädagogin (ehemals Schulkindergartenleiterin)

 

Das Team der Jahrgangsgruppen 1 und 2 erstellt die Arbeitspläne für die Gruppen auf der Grundlage der geltenden Richtlinien und Stoffpläne. Das Team bereitet außerdem gemeinsam den Unterricht der Lerngruppen vor. Das beinhaltet

·      Festlegung des Unterrichtsstoffes und der Lerninhalte

·      Festlegung der Unterrichtsformen

·      Vorbereitung und Durchführung von Projekten und Lernwerkstätten

·      Auswahl bzw. Anfertigung der Arbeitsmaterialien

·      Vervollständigung und Auswertung der Förder- und Fortschrittslisten

·      Festlegung der Gruppenkonstellation der Kinder für die Unterrichtsvorhaben der zu planenden Woche; dabei sind zeitlich begrenzte und kurzfristig änderbare sehr unterschiedliche Konstellationen möglich, die auch nicht unbedingt immer zahlenmäßig gleich stark sein müssen oder können. So sind z.B. je nach Lerninhalt und Notwendigkeit denkbar:

1.   Unterricht in Jahrgangsklassen

2.   fachlich getrennte Fördergruppen z.B. in Deutsch oder Mathematik (jahrgangsbezogen oder –übergreifend)

3.   leistungsspezifisch getrennte Fördergruppen z.B.:

         a) in einer Gruppe die schwachen Kinder des 1. Jahrgangs,

         b) in einer anderen Gruppe die starken Kinder des 2. Jahrgangs und

         c) in wieder einer anderen Gruppe die starken Kinder des 1. und die schwachen des 2.Jahrgangs u.v.m.

 

Die Verantwortung für inhaltliche und organisatorische Ausgestaltung der flexiblen Schuleingangsphase liegt beim Team, das bei seiner Arbeit aber jederzeit Beratung und Unterstützung durch die Schulleitung in Anspruch nehmen kann.

 

Fortsetzung folgt...

 

zurück zur Startseite

 

 

 

 

 

 

 

   dfsd